|
|
Die ehemalige Rohrmühle
Kurz
hinter der Vereinigung des vom Norden kommenden Dammelsbachs und des von Eibenstock herkommenden
Fenkenwaldbachs - das Gewässer heißt von dieser Stelle an Speckbach - liegt
oder besser gesagt lag die Rohrmühle, ein uraltes Bamberger
Mannlehen.
Das Anwesen gehörte zur Gemeinde Degelsdorf;
Kirche und Schule waren in Auerbach.
Das wohl älteste erhaltene Foto von der Rohrmühle (links) und dem heute noch stehenden Nebengebäude am rechten Bildrand.
Ein
anderes großes Geschlecht, das die Rohrmühle zeitweilig als Lehen besaß,
waren die Weismann. Sie waren kurz vor 1500 nach Auerbach gekommen und gelangten
bald zu Ansehen; Hans Weismann war z.B. Bürgermeister.
Die Auerbacher Friedhofskirche wurde 1595-99, also während der evangelischen Epoche Auerbachs, im Stile der Nachgotik errichtet; der Friedhof war wenige Jahre zuvor von der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer weg an seinen heutigen Platz in die Obere Vorstadt verlegt worden.
Die
Neubauer auf der Rohrmühle
Am 30. Januar 1927 heiratete der Rohrmüller Georg Neubauer die Anna Strauß, Wirtstochter aus dem benachbarten Zogenreuth. Das alte Foto (aus 1, Seite 434) zeigt die Hochzeitsgesellschaft.
1953 erwarb die Familie Lorenz aus Bernreuth die Rohrmühle.
Erst wenige Jahre zurück liegt der Zerfall dieses einstmals so stolzen alten Gutes, in dessen Umgebung auch eine alte Heimatsage ihren Ursprung hat.
Der Speckbach Wie schon eingangs schon erwähnt lag die Rohrmühle am noch jungen Speckbach, der bekanntlich unserer Stadt mit den Namen gegeben hat.
Bei Zogenreuth vereinigen sich der von
Dammelsdorf
herkommende Dammelsbach und der Fenkenwaldbach (aus Richtung
Eibenstock)
zum Speckbach.
Die Quellen beider Fließgewässer liegen im Fenkenwald (heute
Truppenübungsplatz Grafenwöhr) sehr eng
beieinander.
Der Speckbach fließt dann südöstlich an Degelsdorf
vorbei durch das Naturschutzgebiet Grubenfelder Leonie zur
Neumühle, wo kurz zuvor noch der
Dornbach und ein namenloses Rinnsal von den
Kesselquellen her einmündet.
Vom Speckbach wurde Mitte des 12. Jahrhunderts bei der Neumühle ein Arm
abgeleitet und in die Bachgasse geführt. Dort floss er bis zur
Kanalisierung derselben anno 1964 in einem offenen Gerinne entlang der Häuser
zur Stadtseite.
Der Speckbach fließt weiter nach Westen Richtung
Hämmerlmühle. Kurz östlich vor
der GV Michelfeld-Ohrenbach trifft er in
einer Spange auf den von
Staubershammer und Steinamwasser
herkommenden Flembach und geht in diesem auf.
Der Flembach unterquert die B85, und dient der Kläranlage Michelfeld als
Vorfluter. Bei der Metzgerwiese vereinigt er sich mit der aus
Norden kommenden
Pegnitz, und geht in dieser auf.
verwendete und weiterführende Quellen
letzte Bearbeitung dieses Artikels am 22. März 2026
|