Rabenfels
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Der Rabenfels

ist, wie auf dem Schild zu seinen Füßen zu lesen ist, der imposanteste Felsturm der Frankenalb.
"Viele Wege führen nach oben: Mehr als ein Dutzend Routen und ihre Varianten listet ein Kletterführer für den Rabenfels auf. Sie tragen so kuriose Bezeichnungen wie „Westside-Story“ oder „Ghettoblaster“. Ihre Namensgeber, die Kletterer, mühen sich an schönen Tagen in ihren bunten Klamotten an der steilen Wand. ... Wer den Aufstieg geschafft hat, wird auf der leicht überhängenden Plattform mit einem außergewöhnlichen Rundblick auf die Landschaft im fränkisch-oberpfälzischen Grenzgebiet belohnt." (1, Seite 24)

Erreichen kann man
diesen markanten Felsen
z.B. vom Parkplatz 
bei der Waldgaststätte Hohe Tanne
aus über die Eichkatzl-Markierung.
(große Schleife, siehe links)
Ein schöner anderer Weg
wäre von der Magdalenenkapelle
aus nach Osten. (BayernViewer
Der Rabenfels liegt auch
auf der Etappe 2 des Erzwegs.

Der Rabenfels (Karte aus dem BayernViewer) steht im Bürgerwald der Stadt Auerbach und fällt mit  fast 40 Metern Höhe durch seine eigenwillige Form auf, "eine der vielen Eigentümlichkeiten im Karstgebiet. Der Karst ist ursprünglich ein aus Kalk bestehender Gebirgszug hinter Triest. Dort sind die durch Wasser hervorgerufenen Auflösungsformen des Kalks erstmals genauer untersucht worden. Seither bezeichnet man in allen Kalkregionen diese Auflösungsformen als Karsterscheinungen.

Am Rabenfels treffen
zwei Dolomitarten
aufeinander. Der Sockel
besteht aus
hartem Riffdolomit,
die Deckplatte aus
gebanktem Dolomit
eines Schwamm-Algenriffs.
Unterschiedliche Verwitterung
sorgte für die eigenwillige
Gestalt des Felsens,
der vielleicht ein wenig
an einen Rabenkopf erinnert.
Er ist ein Zeuge der
Landschaftsentwicklung
nach dem Rückzug
des Urmeers und der
danach einsetzenden Verkarstung
vor vielen Millionen Jahren."
(1, Seite 24)

So herausragende Naturdenkmale wie der Rabenfels lockten wohl schon sehr früh Menschen an. "Scherbenfunde weisen den Rabenfels als vorgeschichtliche Kultstätte der Bronze- und Urnenfelderzeit aus. Offenbar hat er auf die Menschen als eine Art Felsheiligtum eine magische Anziehungskraft ausgeübt. Einige tausend Jahre ist es her, daß bäuerliche Dorfgemeinschaften zur Huldigung ihrer Götter in luftiger Höhe weithin sichtbare Opferfeuer abgebrannt haben." (1)
"Ein besonders imposantes Beispiel eines über längere Zeit hinaus aufgesuchten keltischen Naturheiligtums ist der Rabenfels. Er ragt als senkrechter Felsturm etwa 34 m aus dem benachbarten Tal auf und besitzt als dessen Abschluss eine zwei Meter  überkragende Felsplattform." (2, Seite 83)

Eine Schutzhütte
unmittelbar neben
dem Rabenfels
lädt zum Verweilen ein,
und zum Nachdenken
darüber, was sich hier
schon alles
abgespielt hat:
Wenn dieser Fels
reden könnte ...

verwendete Quellen

1 Auer, Horst, Zum Himmel hoch - Der Rabenfels im Nestelgrund, in Fundort Natur, Verlag ars vivendi, Cadolzburg 1998
2 Kuckenberg, Martin, Kultstätten und Opferplätze in Deutschland, Stuttgart 2007

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 7. Januar 2012

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