NSG Leonie
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Auch die Feldgrille (Gryllus campestris; Foto Peter Rückheim, Quelle),
die in Bayern auf der "Roten Liste" steht, ist anzutreffen im

Naturschutzgebiet Grubenfelder Leonie

Als am Gründonnerstag (16. April) 1987 die Maxhütte Konkurs anmeldete, bedeutete dies für die letzte noch fördernde Eisenerzgrube Leonie in Auerbach das Ende; auch der Beruf des Bergmanns hatte damit seine Grundlage verloren. Der Name Leonie, den heute auch das Naturschutzgebiet trägt, geht wohl zurück auf die Schwester Leonore (Koseform Leonie) des Hofrates Dr. Friedrich von Kersdorf. Dieser hatte 1857 zusammen mit dem Rentiers Oliver Goffard von der „Königlichen Generalbergwerks- und Salinenadministration München“ in Auerbach ein Grubenfeld für den Eisenerzabbau bekommen, das ca. 30 Jahre später in die Hand der Maximilianshütte kam. Es handelte sich hierbei allerdings um ein anderes Gelände als das vorliegende, auf das der traditionelle Namen "Leonie" erst bei der Abteufung der Grube (ab 1971) übertragen wurde.
Nach den Stilllegungsarbeiten nach Schließung der Grube 1987 kaufte zunächst die Stadt Auerbach das gesamte Gelände. 1995 jedoch erwarb der Landesbund für Vogelschutz (LBV) den größten Teil der Fläche, die hauptsächlich zwischen Auerbach und seinem Ortsteil Degelsdorf liegt. Die offizielle Ausweisung und Unterschutzstellung von 87,27 ha als Naturschutzgebiet erfolgte dann im Mai 1996. (Verordnung)
In einer Kurzinformation des LBV zur naturschutzfachlichen Bedeutung heißt es u. a.: „Das Naturschutzgebiet Grubenfelder Leonie ... ist ein einzigartiger Landstrich. Der Charakter des Gebiets wird durch seine Strukturvielfalt geprägt: Einem sehr abwechslungsreichen Mosaik aus Acker- und Wiesen-brachen, Pionierhölzern, Magerrasen, Misch-, Nadel- und Laubholzwäldern, Bachläufen, Quellen und Einsturztrichtern. Das Schutzgebiet ... liegt naturräumlich am Übergang Nördliche Frankenalb zum Oberpfälzer Hügelland , ... Der Untertage-Eisenerzabbau der Maxhütte (Anm.: 1977-87) führte zu einem großflächigen Bruchgebiet."

"Die Folgen des Bergbaus bestimmen noch heute den Charakter des Areals. ... Die Grubenfelder Leonie sind aus naturschutzfachlicher Sicht für die Tierwelt von landesweiter Bedeutung. Bisher wurden 64 Vogelarten, 9 Amphibienarten, 22 Libellenarten, 54 Tagschmetterlingsarten und 23 Heuschreckenarten kartiert. (Anm.: siehe auch Liste der seltenen Tier- und Pflanzenarten) Die flächig verteilten Einbruchstrichter befinden sich sowohl auf den Freiflächen, als auch in den Waldbeständen. Diese trichterförmigen Vertiefungen sind von sehr hoher naturschutzfachlicher Bedeutung, da der größte Teil aus nährstoffarmen Kleingewässern besteht. Diese bilden die Grundlage großer Amphibienpopulationen gefährdeter Arten. ...“


Auerochsen (links) und Przewalski-Pferde
(rechts; seit Frühjahr 2004 leider nicht mehr) im NSG Leonie
(Foto R. Weber, 2003)

1998 wurde durch die Stadt Auerbach ein Rad- und Fußweg durch das Naturschutzgebiet angelegt, durch den die lang gewünschte und erhoffte direkte Verbindung zwischen der Stadt und dem Ortsteil Degelsdorf wieder hergestellt wurde.

Der Weg wurde 2001
auf seiner ganzen Länge
durch eine Beleuchtung ergänzt
und im Frühjahr 2008
wegen des von den inzwischen "einheimischen"  Bibern
verursachten Anstiegs des Wassers
auf einer Teilstrecke höher gelegt.

Auf diesem gut angenommenen Weg kann man die Auerochsen und die Exmoorponys beobachten, sowie das Revier der Biber sehen.

wildwood flower
(Maude Irving und J. D. Webster, 1860)

letzte Bearbeitung dieses Artikels am 10. Mai 2012

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