Oswiecim
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"Freundschaftliche Zusammenarbeit"
mit der Gemeinde Oświęcim
in Polen

Die ersten Kontakte mit dem polnischen Oświęcim (ca. 60 km westlich von Krakau im ehemaligen Oberschlesien) wurden bereits vor vielen Jahren durch den unvergessenen Auerbacher Stadtpfarrer Johann Ritter (+1986) geknüpft; er initiierte, forcierte und finanzierte dort in der Stadt den Bau der Maximilian-Kolbe-Kirche. Auch die Kolpingsfamilie Auerbach mit ihren damaligen Vorsitzenden Bernd Gößner (+2001) und Konrad Köferl (+1997) trug durch verschiedene soziale Aktionen wesentlich zu einem guten Verhältnis zwischen dem Ort des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz und unserer Stadt bei.

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Die Maximilian-Kolbe-Kirche
(Seite) in der Stadt Oświęcim
entstand mit sehr großer
finanzielle Unterstützung
aus unserem Auerbach.

In ihrem Innern
erinnert eine geschmackvolle
Gedenktafel (s. unten) dankbar
an die Hilfe der Auerbacher
und vor allem von Stadtpfarrer Johann Ritter.
An der Einweihung des Gotteshauses
im Oktober 1988 nahm eine große Gruppe
aus Auerbach teil. (Domradio)

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Im Oktober 1997 beschloss der Auerbacher Stadtrat auf Bitten der Gemeinde Oświęcim (Gmina Oświęcim) ganz offiziell „eine freundschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen beiden Kommunen. Informationsaustausch und Zusammenarbeit der Gemeindeverwaltungen sollen dabei gepflegt, die schon bestehenden Kontakte zwischen den verschiedenen Organisationen und Einrichtungen weiter ausgebaut und unterstützt und im Bereich der Wirtschaft neue Verbindungen hergestellt werden.

Den Namen Oświęcim tragen die Stadt (Miasto Oświęcim, rechtes Wappen) und die gleichnamige Gemeinde (Gmina Oświęcim, linkes Wappen). Beide sind zwei getrennte und selbständige  Verwaltungseinheiten.

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Die Michelfelder Regens-Wagner-Einrichtung
und die Auerbacher Knabenkapelle
haben ebenfalls seit Jahren enge Kontakte mit Oświęcim
und vor allem mit dem dortigen Kinderdorf (früher) Maja.
Dieses liegt im Ortsteil Rajsko der Gemeinde Oświęcim
und trägt heute den Namen des polnischen Arztes,
Schriftstellers und Pädagogen
Janusz Korczak.

Gründer des Kinderdorfes ist Janusz Marszałek. Janusz, wie er in Auerbach allgemein nur genannt wird, wurde 2002 zum Oberbürgermeister der Stadt Oświęcim (Prezydent Miasta Oświęcim) gewählt und im Herbst 2006 bestätigt. Dieses Amt bekleidete er dann bis 2011.

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Mit Oświęcim gab es in diesen „offiziellen“ Jahren schon zahlreiche Begegnungen, hier und dort.

Besonderer Erwähnung verdiente auch der Schüleraustausch (seit 2001) zwischen der Auerbacher Hauptschule (heute Mittelschule) und zwei Gymnasien in der Gemeinde Oświęcim (s.o.). Im Rahmen des Austauschprogramms weilten einige Jahre zahlreiche Auerbacher Jugendliche in Polen und umgekehrt waren Mädchen und Buben der Partnerschulen hier in unserer Stadt.

Beim Besuch von Auerbacher Jugendlichen
im Oktober 2007 übergab Rektor Weber
im Auftrag von 1. Bürgermeister Ott
an Herrn Janusz Marszałek einen Stein (Foto)
für den geplanten Gedenk- und Versöhnungshügel,
der neben dem ehemaligen Konzentrationslager
errichtet werden sollte.

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Zu einem Besuch in Oświęcim gehörte sicher auch der Gang zu den Gedenkstätten an das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. (mehr zum Thema nationalsozialistische Konzentrationslager)
Hier das Eingangstor zum sog. Stammlager Auschwitz I, das in der Stadt Oświęcim lag.

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Eine offizielle Delegation Auerbachs 2. Bürgermeister Georg Gsell (+2023), Stadtrat Günther Sertl und Rektor Rudi Weber besuchte im Juni 2002 auch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in der Gemeinde Oświęcim vor den Toren der gleichnamigen Stadt.

Die Gaskammern und Krematorien in Auschwitz II wurden von den Nazis größtenteils zerstört. An ihrer Stelle wurde eine Gedenkstätte eingerichtet, deren zentrale Elemente solche Platten in verschiedenen Sprachen sind. Die Aufschrift lautet:

Dieser Ort sei alle Zeit

ein Aufschrei der Verzweiflung

und Mahnung

an die Menschheit.

Hier ermordeten die Nazis

etwa anderthalb Millionen

Männer, Frauen und Kinder.

Die Meisten waren Juden

aus verschiedenen Ländern

Europas.

(For ever let this place be a cry of despair and a warning to humanity, where the nazis murdered one and a half million men, women, and children, mainly jews from various countries of Europe. Auschwitz-Birkenau 1940-1945)

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eine Mazurka des wohl bekanntesten
polnischen Komponisten Frédéric Chopin
(eigentlich Fryderyk Franciszek Chopin, 1810-1849)

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Für Ergänzungen, Korrekturen usw.
bin ich sehr dankbar.
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letzte Bearbeitung dieses Artikels am 3. März 2019

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