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Verlegung des Marktes
von Michelfeld
nach Auerbach 1144
„Unter Ottos Nachfolger,
Bischof Egilbert von Bamberg (1139-1146), erfuhren
die Vermögensrechte des Klosters (Michelfeld) eine Erweiterung.“ (10)
Egilbert sorgte zunächst dafür, daß mit Prior Adalbert aus dem Kloster der
heiligen Paulina in Thüringen (Paulinzella) 1134 ein sehr angesehener Mönch
dritter Abt in Michelfeld wurde. Sodann überhäufte er ihn mit Beweisen seiner
bischöflichen Gunst, indem er dem Kloster das kurz vorher verlorengegangene
Gut Eschenfelden wieder zurückgab und beim
Erwerb von Gütern in Gunzendorf und Troschenreuth tatkräftig
mitwirkte. „Egilbert ging ganz in den Fußstapfen seines heiligen Vorgängers.
Er drückt sich selbst folgendermaßen aus: Er wolle der Kirche von Michelfeld
einen besonderen Gunsterweis der Verteidigung
und der Huld zukommen lassen und besonders für Ruhe und Wohlfahrt der Mönche Sorge tragen.“ (9)
Eine Gelegenheit dazu bot sich
dem Bischof bald, denn der Michelfelder Abt bat ihn, den sich um das Kloster
herum gebildeten regen Marktbetrieb der Handwerker und Kaufleute woandershin zu
verlegen, da die Frömmigkeit seiner Mönche und die „Klosterzucht“ gefährdet
wären; das Leben im
Kloster war nämlich streng geregelt. „Und seine Bitten waren nicht umsonst. Egilbert verlegte den Markt mit
Zustimmung des Kaisers Konrad und des zuständigen Vogtes Gebhard zusammen mit
dem Dorf, das dicht beim Kloster lag, in das Dorf Auerbach. Mit dieser Maßnahme
wollte er den Rechten des Klosters jedoch keinerlei Schaden zufügen.“ (9)
„Diese im Jahre 1140 begonnene
Übertragung war im Jahre 1144 vollendet. Ihr verdankt Auerbach, dem mit königlicher
Vollmacht ein Wochenmarkt für jeden Donnerstag verliehen wurde und in der Folge
noch das Marktrecht von Hopfenohe zugeteilt wurde, sein Aufblühen, ... .“ (6)
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Noch heute erinnert
das auf dem oberen
Marktplatz
eingepflasterte Marktkreuz
an das einstmals
so bedeutende
Privileg
der Stadt Auerbach,
auf diesem großen Platz
Märkte abhalten zu
dürfen. |
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Der letzte Michelfelder Abt vor
der endgültigen Auflösung des Klosters durch die Säkularisation im April 1803
Maximilian Prechtl (1800-1803) formuliert in seiner lateinisch abgefassten Klostergeschichte: „Dies alles bedeutet nicht nur die
Geburtsstunde der
Stadt, sondern auch der Pfarrei Auerbach. Wenn man das alles immer wieder überdenkt,
so muß man sagen: Die Begründer und Förderer der ersten Rechte Auerbachs
waren die Michelfelder Mönche.“ (9)
Auerbach wurde im gleichen Jahr 1144 auch zur selbständigen Pfarrei
erhoben.
Zunächst behielt das Kloster
noch alle Rechte über den Markt und die neue Pfarrei Auerbach, im Jahre 1184
verzichtete es jedoch zugunsten des Bischofs von Bamberg auf den Marktort
Auerbach, der somit wieder Bamberger Lehen wurde.
Literaturangaben
| 6 |
Fritz
Schnelbögl, „Auerbach in der Oberpfalz“
„Aus der Geschichte der Stadt und ihres Umlandes“ (298) |
| 7 |
Gerhard Philipp Wolf/Walter Tausendpfund
„Pegnitz - Veldensteiner Forst“ (55) |
| 8 |
Eduard
Rühl, „Kulturkunde des Pegnitztales“ (355 f) |
| 9 |
Maximilian
Prechtl, „Kurzgefaßte Geschichte des Klosters Michelfeld“
(in Franz Wolfring, „Geschichte
der Pfarrgemeinde Michelfeld“, unveröffentlicht) |
| 10 |
Wilhelm
Schwemmer, „Burg und Amt Veldenstein-Neuhaus“ (14) |
letzte Bearbeitung dieses Artikels am 10.12.2008

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