im 1. Weltkreig
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In den Jahren des 1. Weltkrieges (1914-18) war auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr reger Betrieb. Zum einen erfolgte hier die Zusammenstellung und Ausbildung der für den Fronteinsatz vorgesehenen Verbände, zum anderen wurde von den Soldaten der bayerischen Armee fleißig geübt und geschossen. Deshalb war in der ganzen Umgebung jeden Tag bis tief in die Nacht hinein Geschützdonner zu hören.
Neben dem schulmäßigen Schießen auf den Schießständen wurden auch einsatznahe Gefechtsschießen mit beweglichen Zielen im freien Gelände durchgeführt; dabei wurden MGs, Handgranaten, Flammenwerfer und andere Waffen eingesetzt.

Kriegsgefangenenlager Grafenwöhr
Zusätzlich zum militärischen Betrieb wurde ab August 1914 ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet, wo u. a. Franzosen, Russen, Rumänen, Engländer und Italiener untergebracht waren.

Durchschnittlich 12.000 Gefangene waren während der Kriegsjahre in Grafenwöhr und arbeiteten z. T. am Ausbau des Übungsplatzes mit.

Generalmajor
Ferdinand Hocheder
war 1915-1918
Kommandant
des Gefangenenlagers.

Über 750 Gefangene starben hier und wurden auf dem eigens errichteten Gefangenenfriedhof bestattet. Die meisten der toten Soldaten wurden nach dem 1. Weltkrieg (1927/28) in ihre Heimatländer umgebettet.

Der Pariser Bildhauer Prof. Freddy Stoll,
selbst Kriegsgefangener in Grafenwöhr,
schuf 1915 für den Gefangenenfriedhof
des Truppenübungsplatzes dieses Denkmal.
Es wurde 1928 nach Saarburg
(franz. Sarrebourg) umgesiedelt.

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